Berechnet bluffen

Juli 17, 2007 · Kommentar schreiben

Hier ein ganz interessanter Artikel über Pokerbots und die World Series of Poker Robots (WSOPR)

Berechnet Bluffen, Artikel aus ZEIT online vom 14.07.07

Viel Spaß beim Lesen

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Man braucht auch mal etwas Abwechslung…..

Juli 16, 2007 · Kommentar schreiben

Am gestrigen Sonntag entschied ich mich nach einem herrlichen Vormittag mit Emil im Wald dazu doch nochmal bei Pokerrroom HH im Seeterrassen vorbeizuschauen.

Eigentlich habe ich seit Las Vegas keine so rechte Lust mehr hier zu pokern. In Vegas ist so viel anders und so viel reizvoller, dass man sich schon echt motivieren muß hier in Deutschland wieder „Funpoker“ zu spielen. Aber ich war jetzt schon fast zwei Wochen nicht mehr am Pokertisch und so machte ich mich auf den Weg um 2-3 Tische zu spielen.

Ich bin gegen 15 Uhr da. Es ist relativ voll für einen so schönen Tag. Brütende Hitze im Seeterrassen. Kaum ein Windzug weht durch den „Pokersaal“. Viele habe ich seit Vegas nicht mehr gesehen und freue mich mit dem einen oder anderen wieder zu quatschen.

Ich kaufe mir eine 4-rer Karten und spiele zunächt zwei Tische. Werde einmal Dritter und das andere Mal irgendwo unter ferner Liefen.

Nach den spielen habe ich schon keine Lust mehr weiter zu machen und versuche ein paar Leute davon zu überzeugen mal einen Qualifikationstisch Omaha zu spielen. Schnell finden sich genug Leute die Lust haben mal Omaha zu probieren.

Wir sind also zu neunt und versuchen uns an Omaha. Na ja, etwa 5 Leute habe Omaha bereits öfter gespielt und der Rest, ich gehöre auch dazu, noch nie.

Ich will hier jetzt keine Regelkunde machen, aber nur ganz kurz für die Leute die Omaha gar nicht kennen eine kurze Einführung: Im Prinzip wie Texas Holdem, d.h. gleiche Wertigkeit der Karten. Ganz normaler Flop mit drei Karten, eine Karte Turn und eine Riverkarte. Der Unterschied ist der, dass man 4 Karten auf die Hand bekommt. Bedingung ist das man zwei Karten aus den Holecards nehmen muß. Also eigentlich ganz einfach, aber das Spiel hat ganz schöne Tücken. Vor allem neigt man dazu zu denken man habe eine Strasse oder Full House oder sonstwas, weil man versehentlich mehr als nur zwei Karten aus seiner Hand mitnutzen will.

Wir spielen Pot Limit und haben jede Menge Spaß. Die meisten spielen ganz slow (auch wenn manche nicht darauf verzichten mochten preflop „Pot“ zu raisen) und man zeigt sich nach dem folden die Karten und tauscht sich einander aus ob man denn nun einen richtigen Laydown gemacht hat oder ob man hätte weiterspielen sollen, etc. War echt nett mal etwas neues zu spielen und unsere „Familientische“ war wirklich sehr angenehm. Frank gewinnt den ersten Tisch, König den zweiten und das Ende vom dritten Tisch habe ich nicht mehr mitbekommen.

War mal eine gute Abwechslung. Vielleicht macht ja Pokerrroom jetzt jedes mal einen Omaha Tisch auf?

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Ankunft im Sahara

Juli 12, 2007 · 1 Kommentar

Nachdem wir also mit dem Bus ins SAHARA kutschiert wurden reihen wir uns mit 28 Leuten in die Schlange zum CheckIn ein. Leider wurde kein Gruppencheckin veranlasst so dass das Hotel zunächt darauf bestand das jedes Zimmer einzeln abgefertigt werden sollte. Außerdem soll jedes Zimmer einen „Energysurplus“-Aufschlag von 4 $ pro Tag und Zimmer zahlen. Dieses solle von jedem Zimmer einzeln bezahlt werden. Nachdem die ersten beiden Zimmerpaare dies auch brav tun und alle anderen schon leicht genervt und gereizt in der Schlange warten schalte ich mich ein und frage die Receptiondame ob wir diesen ganzen Prozess nicht etwas beschleunigen können und ob sie nicht freundlicherweise und ausnahmsweise alle Zimmer auf einen Schlag einchecken kann und ich dann die Schlüssel verteile. Cindy von der Rezeption war dann auch so freundlich und checkte alle ein, buchte die 28 $ pro Zimmer auf Olafs Kreditkarte und händigte mir alle Schlüsselpaare aus.

Mein Zimmerpartner ist Michael König und wir bekommen Zimmer 2158. Also ab in den 21. Stock und erstmal duschen und umziehen. Ich hab dann schnell meinen Koffer ausgepackt und mich frisch gemacht und mich einfach gefreut das ich endlich in Vegas bin. Der Blick aus meinem Hotelfenster ist ganz ok. Ich blicke in Richtung Norden und in meinem direkten Blickfels liegt das Stratosphere.

Blick aus Hotelzimmer
SAHARA Hotel

Das Sahara liegt am nördlichen Ende des Las Vegas Boulevard (Strip) und ist eigentlich etwas zu weit ab vom Schuss. Im direkten Umfeld liegt das Stratosphere, das Hilton und das CIRCUS CIRCUS. Angebunden ist das Sahara an die Las Vegas Monorail (http://www.lvmonorail.com/) mit der man in 15 Minuten für 5 Dollar bis zum MGM Grand fahren kann. Dabei mach die Monorail bei jedem grösseren Hotel auf der östlichen Seite des Strips halt (Hiltons, Harrahs, Flamingo/Ceasars, Bally´s/Paris, MGM). Mit dem Taxi ins Geschehen zahlt man etwa zwischen 10-15 Dollar je nach Traffic und Fahrstrecke.

Das Sahara gehört zu den günstigsten Hotels in LV und ist auch schon in die Jahre gekommen. Irgendwann in den 70ern hochgezogen und mit 1.700 Zimmer schon recht groß. Die Zimmer sind standardmäßig ausgestattet. Sauberkeit ist auch ok. Aber eben irgendwie in den 80ern stehengeblieben. Es ist einfach nicht vergleichbar mit den modernen (und deutlich teureren Hotels) am Strip. Fazit zum Hotel: Wer in Vegas günstig übernachten will kann durchaus das Sahara ansteuern – ich persönlich würde bei meinem nächsten Beusch ein etwas zentraleres Hotel buchen, denn durch die ganze Taxifahrerei wird das Hotel dann schon wieder teuer.

Vereinbart ist, das wir uns alle gegen 18 Uhr treffen und dann sehen wie es so weitergeht. Ich bin schon deutlich früher fertig und mache mich auf den Weg um mein erstes Bier zu trinken. es dauert ungefähr 5 Minuten von meinem Hotelzimmer mit dem Fahrstuhl runter, an der Sportsbettingarea vorbei, entlang der 250 Meter langen Rezeption in den Casinobereich bis ich die erste Bar sehen. Ich pflanze mich auf den Barhocker und bestelle ein Budweiser. An jedem Barplatz ist ein kleiner Automat integriert an dem man unterschiedliche Arten von Geldspielen zocken kann. Ich verzichte auf Spielen und muß deshalb mein Bud mit 3,25 $ zahlen. Ich fühle mich aufgedreht und geniesse mein Bier. Es kommen noch einige andere von uns vorbei und wir erkunden erstmal das gesamte Casino. Bestimmt 5.000 Slotmachines, kleinere Tische mit Black Jack, 3-Card-Poker, 4 Card Poker, Carribean Stub, Casino War, Roulette etc. Dann endlich gelangen wir zum Pokerroom. Eine kleine abgetrennte Area mit ca. 25 Pokertischen und Dealern die etwa alle doppelt so alt wie das Hotel sind . Beim Zuschauen kann man aber schon erkennen das die Dealer in Vegas wirklich ihr Handwerk verstehen. Das Mischen und verteilen der Karten geht ratzfatz. Selbst das Werfen der Karten über den BB Button klappt jedes mal und sieht irgendwie cool aus. Ich bin schon sehr gespannt auf meine ersten Erfahrungen in Vegas und noch gespannter auf alle anderen Hotels und Pokerrrooms dieser Stadt

Pokerroom Sahara

Auf jeden Fall gehen wir erstmal alle gemeinsam in den Buffetbereich essen und hier konnte man schon feststellen, dass eine so große Gruppe so gut wie niemals unter einen Hut zu bekommen ist. Die einen wollen dies, die anderen das. Der eine will spielen, der andere hat Hunger. Der eine will hierhin, der andere will woanders hin. Ist mir aber eigentlich auch egal, denn ich hab mein eigenes Vegasprogramm zusammengestellt. Fest steht, das ein Großteil der Truppe um 19 Uhr das Pokerturnier im Sahara spielen wird.

Die Turnierstruktur im Sahara ist ganz ok. 40 $ buy in + 20 $ rebuy (einmalig). Blindlevel alle 20 Minuten. Findet 3mal am Tag statt. Morgens um 11 Uhr, Mittags um 14 Uhr und am frühen Abend um 19 Uhr. Ca. 130 Teilnehmer machen bei unserem ersten Turnier in der Wüste Nevadas mit. Zu dem Turnier ist relativ wenig zu sagen, nur das keiner von uns ins Geld gekommen ist und Rikka am weitestend gekommen ist. Ich bin nach meinem Ausscheiden so müde, dass ich anschl. in mein Zimmer verschwinde und erstmal ausschlafen werde….

(Fortsetzung folgt)

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Vegas Anreise

Juli 10, 2007 · 3 Kommentare

Am 26.06.07 war es so weit. 28 Glücksritter vom Pokerrroom-Hamburg machen sich auf den weg nach Sin City. Einige fahren bereits Nachts gemeinsam in einem Bus von HH nach Frankfurt – andere fliegen morgens die gleiche Strecke um die 10.25-Maschine der Condor direkt nach Las Vegas zu erreichen.

Da ich am 25.06. noch eine Tagung in der Weltstadt Krefeld habe fahre ich am 25.06. mit dem Zug von Krefeld nach Frankfurt und übernachte im Intercityhotel direkt am Hauptbahnhof. Morgens mache ich mich dann auf den Weg zum Flughafen und hole das für mich hinterlegte Ticket am Thomas Cook Schalter ab und mache mich schnell daran meinen schweren Koffer aufzugeben. Eigentlich sollte dieser gar nicht so schwer sein, denn ich hatte mir fest vorgenommen kaum etwas mitzunehmen und mich in vegas mit Klamotten einzudecken. Waren dann aber irgendwie doch knapp 20 kg. Ich glaube ich nehme auf Reisen immer zu viel Gepäck mit. Wieauchimmer. Nachdem ich am Checkin war hab ich mich noch in ein Kaffee gesetzt um die Wartezeit von knapp 2 Stunden zu überbrücken und genoss meinen ersten Latte Machiato des Tages und lecker Rührei.

Langsam aber sicher füllte sich das Kaffee mit immer mehr bekannten Gesichtern vom PokerroomHH und alle sabbelten über die bevorstehende Woche in Vegas. Olaf gab noch einige letzte Warnungen, dass viele in der ersten Nacht in Vegas total overpacen und es nicht selten ist, das Leute in der ersten Nacht ihre komplette Urlaubskasse verbraten. Ich registriere seine Worte, mache mir aber keine Sorgen da ich weder Roulette noch BlackJack oder sonstwelchen Gamblerverführungen nachgehen will. Bei mir gehts nur um Pokern.

Mit etwa 45 Minuten Verspätung startet die 767. Ich sitze in Platz 38 A am Fenster. Neben mir Herbert. Alle anderen sind mehr oder weniger in der Nähe verstreut. Das ganze hat irgendwie Klassenfahrtfeeling (nur das in unserem Fall fast ausschliesslich Männer dabei sind). Nur Rikka und Anja sind als Mädels mit am Start. Es liegen 12 lange Stunden vor uns….

Die ersten 7 Stunden vergehen wie im Fluge (welch Wortspiel), aber dann setzt die grosse Langeweile ein. Man hat eigentlich mit seinem Nachbarn genug gequatscht – man hat alles gelesen was man dabei hatte. Alle Tageszeitungen, alle Magazine, das Bordmagazin und sogar den Flyer mit den Sicherheitshinweisen kennt man inzwischen in und auswendig. Schlafen kann man auch nicht weil es mitten am Tage ist und die Aufregung bald in Vegas zu sein irgendwie wach hält. Das Bordkinoprogramm ist wirklich mehr als schlecht und mein Ipod Shuffle ist inzwischen zum zweiten mal durchgelaufen. Hätte ich doch meine PSP mitgenommen, dann hätte ich wenigsten nochmal 2 Stunden was zu tun (so lange hält in etwa der Akku im Dauerbetrieb).

Die letzten 4 Stunden sind wirklich so langweilig das ich mich dabei ertappe wie ich die Anzahl der weiblein und männlein in unserer Kabine zähle nur um was zu tun zu haben. Dann mache ich sogar diese komischen Übungen die in irgendeiner Bordbroschüre angepriesen werden um keine Thrombose zu bekommen…..

Als wir Salt Lake City überfliegen hat man wenigstens einen ganz coolen Bilck auf die Stadt und weiß das man bald am Ziel angekommen ist und letztendlich nach weiteren ich-weiß-nicht-mehr-wieviel-Minuten beginnen wir mit dem Landeanflug auf Vegas.

Touchdown um ca. 14:50 Ortszeit mit ca. 1-stündiger-Verspätung. Der Flughafen liegt sehr nah am Strip und man kann durch die Flugzeugfenster bereits einige der riesigen Hotels erkennen. Ich sehe das Luxor und das Mandalay Bay und bin aufgeregt wie ein kleines Kind das wir endlich am Spielplatz für Erwachsene angekommen sind.

Kurz noch durch die Immigration, was bedingt durch meine US-Staatsangehörigkeit, bei mir recht schnell ging. Dann noch Koffer abgreifen, schnell durch die Customs und dann raus aus dem Terminal und nach ca. 13 Stunden erst mal eine rauchen ;-)


Fred ist bereits seit einer Woche in Vegas und empfängt uns freudig vor dem Terminal. Er hat einen Bus organisiert der uns zum Hotel bringen soll und so warten wir erstmal eine weitere Stunde bis alle die Koffer haben und sich vor den International Arrivals sammeln. Für zwei aus der Gruppe dauert es leider noch viel länger weil die Immigration-Behörde das volle „warum-willst-du-in-unser-land-und-warum-bist-du-in-einer-risiko-region-geboren“-Programm abzieht. So wartet Fred auf die letzten Mohikaner und will mit dem Taxi nachkommen. Alle anderen machen sich mit dem Bus auf den Weg richtung Sahara Hotel. Wir alle freuen uns das wir endlich in Vegas sind.

Bus zum Hotel

weitere Berichte folgen

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Back again

Juli 6, 2007 · 2 Kommentare

Eine spektakuläre Woche in Las Vegas liegt hinter uns. Leider war die Zeit dort so kostbar, dass ich keine Zeit hatte den Blog zu aktualisieren.

Ich werde das jetzt sukzessive nachholen und bis nächsten Mittwoch sollte eigentlich alles auf dem aktuellen Stand sein.

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Einladungsturnier Fishhooks

Juni 18, 2007 · Kommentar schreiben

Am letzten Freitag informierte mich Dirk darüber, dass das Fishhooks ein Einladungsturnier für einige Gäste austragen würde und als Gewinn eine Wildcard für das WSOP Main Event Satellite am Sonntag ausgespielt würde. 10 Leute seien eingeladen und ich stünde ebenfalls auf der Liste. Was für eine nette Geste vom Fishhooks. Ich freue mich über die Einladung und bin am Samstag pünktlich um 20.30 vor Ort.

Vor Ort angekommen bekommen alle Teilnehmer ihre Platzkarte zugelost und um kurz nach 21 Uhr sitzen alle am Tisch. Dabei sind Dirk, Vassili, MingYong, Thorsten, König, Freddy, Guido, Jan, Martin und ich.

Dirk

Modus

Guido klärt uns zunächst über den Modus und die Preise auf. Jeder bekommt einen Startstack von 2.000. Bis zur vierten Blindstufe ist ein (Gratis-) Rebuy möglich. Bedingung für den Rebuy ist ein Stack von Null. Blinds alle 10 Minuten. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, das nur Platz eins etwas gewinnt, aber auch die Plätze zwei und drei gehen nicht leer aus. Erster Platz: Teilnahme am WSOP Main Event Satellite, Zweiter Platz: der Zweite kann 10 Freunde ins Fishhooks einladen und bekommt einen Privattisch inkl. Dealer und Drinks. Dritter Platz: 10 Freikarten für normales Spiel im Hooks. Darüber hinaus sind für uns Spieler an diesem Abend alle Getränke frei.

Guido und Freddy

Es ist eine sehr nette und entspannte Runde in der ich leider als erster vom Tisch gehen muß. Zunächst habe ich einen Flush mit Pik-Q und verliere gegen Freddys Flush mit Pik-K. Ich mache also meinen ersten Rebuy und verliere dann mit einem 7ner Päarchen gegen ein Full House. Für mich also ein relativ kurzer Auftritt. Ich bleibe aber am Tisch um den weiteren Fortgang des Spiels zu beobachten.

Blick in Freddys Karten


End of Rebuy

Vasilli erwischt es recht böse. Er verliert zweimal einen größeren Pott gegen Guido, wobei es ihn beim zweiten Mal extrem hart getroffen hat. Folgende Situation. Rebuy-Phase endet nach dem vierten Bildlevel. Beim dealen der Karten tönt die Blinduhr als Signal für Limitwechsel. D.h. nach dieser Hand ist die letzte Möglichkeit einen Rebuy zu tätigen (wie gesagt – nur wenn man nichts mehr hat). Ich glaube Vassili hat etwas mehr als 5.000 an Chips. In welcher Position Vassili saß weiß ich nicht mehr genau, aber auf jeden Fall geht er mit 10-10 Allin. Guido ist der einzige der ihn callt und gewinnt die Hand. Damit war Vassilis Stack extrem geschrumpft – ich glaube auf unter 1.000 – und der gute konnte jetzt keinen Rebuy mehr tätigen und war damit Smallstack am Tisch und leider auch nicht mehr lange dabei.

Der weitere Verlauf des Spiels war durchaus sehenswert, aber nicht spektakulär. Ich konnte bei Freddy mit in die Karten schauen und somit war ich wenigstens etwas am Spielgeschehen beteiligt.

Am Ende des Tages hat Jan im HeadsUp gegen König gewonnen (König war eh schon fürs WSOP Finale qualifiziert). Glückwunsch an Jan und ebenfalls Glückwunsch an König, der den 10ner Privattisch gewonnen hat (und mich auch dazu eingeladen hat).

Freddy und ich

Nach dem Turnier wurde ich noch in die Ballantines Lounge geführt und man hat mir einen kurzen Blick auf den Finaltisch für das WSOP Finale gestattet. Eine eigene Produktion vom Hooks inkl. Untertischkamera für die HoleCards der einzelnen FT-Spieler. Der Plan sei es, den Final Table im unteren Bereich der Location abzuhalten und die Bilder direkt live ins Internet sowie für die Zuschauer in den oberen Bereich der Location zu übertragen. WOW. Fand ich echt beeindruckend. Hätte ich mir am Sonntag supergern angeschaut, doch leider hatte am Sonntag keine Zeit.

Insgesamt fand ich die ganze Aktion vom Fishhooks eine supernette Sache. Die ausgespielten Preise waren wirklich gut und es hat allen Teilnehmern viel Spaß gemacht. An dieser Stelle dafür noch mal meinen allerherzlichsten Dank.

Und für alle die es noch nicht wissen: Das Fishhooks wird im Sommer in eine neue Location umziehen.

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Hello world!

Juni 16, 2007 · 1 Kommentar

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VIVA LAS VEGAS!!!!!!

Juni 14, 2007 · 4 Kommentare

Für mich hat sich gerade eine sensationelle Gelegenheit ergeben: Ich fliege nach Las Vegas!

Am 26.06. ist es soweit. Von HH über Frankfurt direkt nach Las Vegas. Ich kann gar nicht beschreiben wie sehr ich mich freue. Ich fliege mit diversen bekannten Gesichtern und werde eine Woche der Superlative erleben.

Wir werden im Sahara http://www.saharavegas.com/ am Strip wohnen und ich werde selbstverständlich nearlive direkt aus Las Vegas in meinem Blog berichten!

Obs in diesem Jahr für ein Bracelet reicht werden wir sehen, aber schon die Tatsache Live WSOP Luft zu schnuppern ist einfach sensationell. Außerdem zählt der olympische Gedanke: Dabei ist alles ;-)

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Bahamamama

Juni 11, 2007 · 4 Kommentare

An diesem Sonntag bin ich so gegen 11 Uhr aufgestanden und hab mich nach einem Becher Kaffee auf den Weg ins Niendorfer Gehege gemacht um mit Emil einen langen entspannten Spaziergang zu machen. Gegen 14 Uhr sind wir dann wieder zu Hause angekommen und nach einem Sprung unter die Dusche war ich voller Tatendrang den schönen Tag zu geniessen. Nach diversen Telefonaten musste ich feststellen das Halb-Hamburg bereits auf Sylt oder an der Ostsee unterwegs war und ich somit die weitere Tagesplanung ohne den erweiterten Freundeskreis stattfinden musste…. Da ich keine Lust hatte meinen, vor der Sonne ziemlich stark beschienenen, Balkon in Anspruch zu nehmen entschied ich mich für meine Lieblingsbeschäftigung und machte mich auf den Weg ins Haus des Sports um bei PokerrromHH mein BubbleBoy-Image loszuwerden.

Gegen 15 Uhr traf ich eben dort ein. Schon beim hinaufgehen der Treppen hörte sich alles etwas ruhiger an als gewohnt. Normalerweise hört man schon beim Betreten der Location Chipgeshuffle und diverse Sprachfetzen von diskutierenden Pokerspielern. Heute war es irgendwie stiller. Klar, dass bei über 30°C die Leute anderes zu tun haben als sich am Pokertisch zu vergnügen. Das ein Großteil der Stammbesucher an diesem Wochenende die gewonnene Reise zur Calpe-Poker-Open in Alicante angetreten hatte tat sein übriges zu etwas weniger Andrang als an „normalen“ Turniertagen.

Bahamamama

Das Motto an diesem Sonntag ist „Bahamas Poker Special“ – da ich den Namen irgendwie doof finde nenne ich das intern für mich Bahamamama. Wie ich finde ist das neben dem WSOP Satelite das beste was PokerroomHH bislang im Programm hatte. Der Tagessieger gewinnt zunächst ein komplettes Wien Package inkl. Flug, 2 Übernachtungen, VIP-Shuttle vom Airport & ein Buyin iHv. 300 EUR im neuen Wiener Kartencasino http://www.pokerroyale.at/ . Darüber Hinaus ist sowohl der Erst- als auch der Zweitplatzierte für ein Superduperfinale qualifiziert bei dem man eben eine Woche Bahamas gewinnen kann. Aber fast noch besser ist die Teilnahme am PTI Sit and Go Scramble http://www.callpti.com/sitandgoscramble.html . Ein durchaus sehr attraktiver Preis. Ich kenne die Bahamas und ich kenne auch das Hotel wo das Turnier stattfinden wird. Es war vor 6 Jahren noch ein Marriott Hotel und gehört inwischen zur Wyndham Group. Ich hab dort einen Teil meiner Hochzeitsreise verbracht und war begeistert (insbesondere von der Poolbar).

Schmiddel trägt ab sofort nur noch HighHeels

Wie üblich mache ich mich gleich an meinen ersten Tisch und sitze mit diversen netten Leuten am selbigen. Ich bekomme gute Hände – zweimal Straight gefloppt und einmal baue ich mir bis zum River eine Strasse zusammen. In allen drei Fällen kassiere ich gute Pötte und gewinne den Tisch ohne nennenswerte Gegenwehr. Also, gleich fürs Finale qualifiziert. Ich schaue mich um – kalkuliere noch die möglichen Nachmittags und Abend Besucher und rechne so mit 30 Leuten im Abendfinale. Also, gute Chance für einen Sieg. Ich spiele noch einen weiteren Tisch an dem ich aber irgendwie lustlos und ohne rechte Motivation (wahrscheinlich wetterbedingt) ausscheide.

Ich entscheide die Bruthitze im Spielsaal zu verlassen und den Nachmittag noch bei schönem Wetter an der frischen Luft zu verbringen. Also wieder los – ab nach Hause – Emil eingesammelt und ab in den Wald. Gegen 18 Uhr komme ich wieder nach Hause und Klaus kommt noch kurz vorbei und wir hocken uns mit Becks Gold in ein schattiges Plätzchen im Garten und quatschen über Frauen und Poker. Zwischenzeitlich ruft Sandra noch an und lädt Klaus, Dirk und mich nach Elmshorn zum Grillen (und Pokern) ein. Da es aber schon recht spät ist vertagen wir das auf ein anderes Wochenende und Klaus entscheidet schon mal zu Pokerrroom zu fahren um sich noch schnell für das Tagesfinale zu qualifizieren. Ich hab noch ca. 1,5 Stunden zeit bis ich mich auf den Weg machen muß und geniesse noch die frühabendlichen Sonnenstunden.

Klaus


Das Spiel an zwei Tischen

Um kurz vor Acht mache ich mich auf den Weg zum Schlump und entscheide mich den Emil mitzunehmen. Vielleicht bringt er mir ja das nötige Glück um nunmehr endlich auch mal ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Im Haus des Sports angekommen herrscht nunmehr relativer Hochbetrieb und alle Tische laufen. Ich entscheide mich noch einen Tisch zu spielen an dem ich aber nichts reisse und es beginnt das Warten aufs Finale. Ich nutze die Zeit um ein paar Fotos zu schiessen und schaue bei dem einen oder anderen zu. Nichts wirklich Spannendes passiert, außer das inzwischen der offiziell letzte Tisch läuft und vier oder fünf Spieler jetzt gleichzeitig an zwei Tischen spielen. Ich beobachte das aus der Ferne und es ist schon leicht amüsant zuzusehen wie die Leute von einem Tisch zum anderen Hüpfen um noch ein Ticket fürs Finale zu ergattern. Am Rande des Geschehens kommen Seichte Diskussionen auf, dass das ja nicht in Ordnung sei und dieses an Zwei Tischen spielen total nerven würde. Ich frage mich zwar, ob es dafür offizielle Regeln gibt komme aber selbst zu dem Schluß das eigentlich nichts dagegen einzuwerfen sei, denn die Blinds laufen ja und es ist mE dem Spieler selbst überlassen an wie viel Tischen er denn spielt. Ich werde aber mal recherchieren um irgendwo eine offizielle Regel zu finden. Vielleicht nervt es die anderen am Tisch, aber ich denke man muß mit jeder Situation und mit jedem Spieler am Tisch irgendwie klarkommen wenn man langfristig dauerhaft gewinnen will. Ich hab Verständnis dafür, denn fast jeder war schon mal in der Situation nicht fürs Finale qualifiziert zu sein und dann nutzt man gern jede sich bietende Möglichkeit. Schmiddel kann die letzte Möglichkeit des Tages nutzen und qualifiziert sich noch fürs Tagesfinale. Klaus hat es leider nicht geschafft :-(

Oli Niemann

Haufen statt Stapel

Es gab noch eine unerfreuliche Begebenheit mit einem unbekannten Spieler der partout seine Chips nicht stapeln wollte und diese stattdessen in einem großen Haufen vor sich aufbaute und mehrfach von den Spielern, Dealer und dem Floorman aufgefordert werden musste dies zu tun. Er Stand sogar kurz vor einer Disqualifikation, weil er einfach nicht einsichtig war und echt blöd reagiert hat. Seine ablehnende und aggressive Haltung war mehr als unangebracht und ich war letztendlich froh, dass Holger ihn vom Tisch nehmen konnte.

Tagesfinale

Wie prognostiziert sind etwas über 30 Leute im Tagesfinale die sich auf vier Tische verteilen. Ich erwische einen netten Tisch, komme auf meinen Lieblingsplatz 1 und sitze neben Frank. Es herrscht eine ganz gelassene Stimmung und keiner macht irgendwelche Harakiri-moves die man von den Qualitischen fast schon gewohnt ist. Trostpreis für den ersten der aus dem Turnier ausscheidet ist der übliche Cardcard. Floorman ist Lukas, der bei seinem dritten Auftritt in dieser Funktion deutlich entspannter als bei den ersten beiden malen wirkt und seine Sache souverän und gut macht. Es dauert ungewöhnlich lange bis der erste des Turnier verlassen muß. Normalerweise passiert das idR in der ersten Hand, doch diesmal dauert es sogar bis zum zweiten Blindlevel bis wir einer weniger sind. Ich baue meinen Stack kontinuierlich auf und bin beim Level 200/400 bei knapp 7.000 – durch etwas Daddelei komme ich zwar wieder runter auf 3.800 aber eine Hand gegen Frank lässt mich noch mal verdoppeln. Ich halte A-J suited und calle die inzwischen auf 400/800 angestiegenden Blinds. Frank callt. Der Flop bringt 3-A-7. Ich setze 800 an. Frank callt. SB und BB folden. Turn bringt Q. Ich setze wieder 800. Frank callt. River zeigt 4 und ich gehe mit dem Rest All-in. Frank ist Potcomitted und callt und er dreht A-10. Mein A-J lässt mich meinen Stack verdoppeln und unser Tisch wird aufgelöst. Jetzt etwa nur noch 18 Leute an zwei Tischen im Turnier.

Frank


Vorletzter Tisch

„Pushfold“ Julio

Blinds 600/1200. An diesem Tisch bin ich etwas zu passiv und lasse mir zweimal meine Blinds klauen. Nachdem Oli Niemann zum zweiten mal hintereinander seinen Stack Allin einschiebt um die Blinds einzusammeln spricht Julio neben mir über pushfold. Ich bin mir zwar über die Aktion des pushfold im Klaren, kannte jedoch die Begrifflichkeit nicht. Dieser Moment scheint mich auf jeden Fall wachgerüttelt zu haben und mir gelingt dreimal ein Blinddiebstahl. Es sind noch 11 Leute im Turnier, als Oli Niemann mit einem Allin am anderen Tisch gleich zwei Leute hops nimmt und an unserem Tisch ebenfalls jemand das Weite suchen muß. Es bildet sich also der Final Table mit nur sieben Leuten.

Final Table

Vorletzter Tisch

Moni

Ich weiß gar nicht so genau wer und wie als erster gehen muß, auf jeden Fall sind wir nur noch zu fünft. Schmiddel (man beachte: er hat sich in allerletzter Minute fürs Finale qualifiziert) direkt neben mir liegt ganz gut im Rennen mit seinen Chips und hat denke ich den zweitgrößten Chipstack. Ein anderer, dessen Namen mir gerade entfallen ist, ist Chipleader. Moni folgt auf Rang drei in Sachen Chips und Oli und ich sind die Smallstacks, mit etwas gleichviel Chips am Tisch. In diesem modernen Fünfkampf muß sich Oli im BB mit A-5 gegen Schmiddel A-Q geschlagen geben und scheidet auf Platz 5 aus. Als nächstes muß Moni mit Rang 4 den Tisch verlassen, denn Sie verliert im direkten Duell gegen Schmiddel mit der besseren Hand gegen den Rivertreffer K von Schmiddel. So, ich bin jetzt Platz drei und hab die Bronzemedallie sicher und bin mir auch sicher das es dabei bleiben wird, denn ich bin mit meinem Minimalstack von ca. 8-9.000 nicht gerade in bester Position gegen die Chipberge von Schmiddel und dem dritten im Bunde (Sorry, das ich Deinen Namen nicht mehr weiß). Ich finde mich innerlich also schon wieder mit der BubbleBoy Position ab. Ich bekomme am Button 9-6 in Karo und pushe Allin. Beide callen und ich sehe mein Ende kommen. Im Flop nur niedrige Karten, leider kein Treffer und auch kein Karo. Die beiden Herren fangen an mich rauszuchecken…Ich Posaune in die Runde: „Wenn ich diesen Pott gewinne, dann gewinne ich auch das Turnier!“. Im Turn die 9, die mich wieder hoffen lässt und im River die 6 die mich schon relativ sicher als Potgewinner fühlen lässt. Tatsächlich: A-Q und A-irgendwas wird gedreht und ich bin wieder im Spiel. Ein oder zwei Hände später bin ich im BB mit 4.000 und Spieler 3 pusht Allin. Wir haben etwa gleichviel Chips. Ich halte K-2 (davon die 2 in Karo – das wird gleich noch wichtig). Eigentlich keine Hand zum callen. Ich denke etwa eine Minute nach. Die Blinduhr piepst als Signal das die Blinds sich gleich wieder verdoppeln. Ich calle. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube er hält A-Q oder A-7. Auf jeden Fall triff er die niedrigere Karte auf dem Board und während Turn und River gedreht werden und ich sehe das mein K nicht kommt will ich langsam aufstehen, als irgendjemandem auffällt: Flush. Wie Flush denke ich? Ich schaue aufs Board und tatsächlich. Mit meiner Dödeligen Karo 2 mache ich den Flush voll. War mir schon etwas peinlich mit einem solchen Mistblatt den Kollegen aus dem Turnier zu hebeln…….

hmmm. namen vergessen

Aber ich freue mich über die sichere Silbermedallie und bin im Headsup mit Schmiddel. Wir spielen ein paar Runden – ich bin Chipsmäßig vor Schmiddel. Ich habe die Wienreise bereits durch meinen dritten Platz beim WSOP Finale gewonnen. Ehrlich gesagt weiß ich nicht was ich mit zwei Reisen nach Wien soll, außerdem fehlt mir noch eine Playstation 2……also schlage ich einen Deal vor: Schmiddel bekommt die Wienreise und ich werde Sieger des Turniers. Nach kurzer Überlegung stimmt Schmiddel zu wird zweiter im Turnier, fährt mit nach Wien und ich gewinne endlich meine PS2 und mein erstes Turnier.

Ein gelungener Sonntag ;-)

Drei Gewinner

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Bubble Boy reloaded

Juni 4, 2007 · 2 Kommentare

Ein Traum für jeden Pokerspieler ist wohl die Teilnahme am Main Event der WSOP.Vergangenes Wochenende hatten alle Hamburger Glücksritter, Amateure und Profis die Möglichkeit ein solches Ticket zu ergattern. PokerroomHH lud zum WSOP Main Event Sattellite und brachte den Traum für jeden Teilnehmer ein Stück näher.

Qualifikationstische wurden am Samstag und Sonntag ausgespielt. Finale war für Sonntag Abend angesetzt.

Mein erklärtes Ziel für dieses Event war es mit einem Stack von 4.000 ins Finale zu gehen. Das hieß also ich musste drei Qualitische gewinnen. Um ganz befreit und ohne Stress aufzuspielen begab ich mich am Samstag bereits recht früh in die White House Lounge im Bunker am Heiligengeistfeld. Die Location finde ich persönlich eher Medium, da man im Grunde komplett von der Außenwelt abgeschnitten ist und irgendwie das Gefühl hat in einem verlassenden Bunker weit weg von jeglicher Zivilisation zu sein. Kein Handyempfang – kein Fenster – Keine Ahnung ob es Tag oder Nacht ist. Letztendlich war es mir aber egal wo ich mein Ticket für die WSOP gewinne.

Der Andrang am Samstag hielt sich eher in Grenzen. Die üblichen Verdächtigen waren anwesend und die Spieler trudelten nur sehr langsam ein. Für Spieler ein gutes Zeichen, denn je weniger Teilnehmer im Finale desto größer die Wahrscheinlichkeit eines triuphalen Sieges im Finale. Das die Veranstalter das etwas anders sehen ist natürlich Verständlich und da ich die Macher inzwischen recht gut kenne, bangt man natürlich auch für die Jungs mit das sich für sie alles rechnet.

Zum Spielgeschehen am Samstag ist eigentlich relativ wenig zu sagen. Ich qualifiziere mich Zweimal und sichere mir also schon mal 3.000 Chips für Sonntag. Obwohl ich mir vorgenommen habe nur bis 18 Uhr zu bleiben um anschl. noch mal kurz über das Eppendorfer Landstrassenfest zu tingeln schaffe ich es erst gegen 22 Uhr aus dem Bunker. Einige wollen noch ins Fishhooks um am Wochenfinale teilzunehmen, ich habe aber keine Lust mehr zu pokern und gehe mit Klaus und Sandra noch einen Happen Essen. Wie immer gibt es auch beim Essen nur ein Thema: Poker.

Finaltag

Nach einem entspannten Sonntag begebe ich mich gegen 20 Uhr erneut in den Bunker. Es herrscht Hochbetrieb. Fast alle Tische laufen. Es sind gefühlt 380 Menschen anwesend. Die Luft kann man quasi zerschneiden. Die Stimmung ist sehr angespannt. Leute versuchen sich an den letzten Tischen noch schnell zu qualifizieren. Bereits qualifizierte versuchen ihren Stack zu erhöhen. Alle wollen ihr Ticket nach Vegas heute ergattern

Ich beginne meine Begrüßungsrunde und halte hier und da einen Schnack. Es fällt auf das sich die Fragerei ob man denn qualifiziert sei inzwischen umformuliert wurde in: Mit wie viel Chips gehst Du ins Finale. Sehr schön. Das ist doch mal eine gute Frage. Ich schaue mich um und prüfe ob denn auch Pokerprominenz anwesend ist und siehe da: zumindest ein bekanntes Gesicht kann ich entdecken: Frank „Don Koopeone“ Koopman ist mit von der Partie. Frank hat in diesem Jahr bei der Pokerstars Sunday Million einmal kräftig abgesahnt und ist nach Augenzeugen-Berichten ein sehr guter, aggressiver Spieler mit sehr viel Erfahrung am Tisch.

Obacht denke ich. Den muß ich im Auge behalten.

Ich spiele meinen ersten Tisch und Don Koopeone ist ebenfalls an diesem Qualitisch platziert. In der dritten Hand halte ich K-9 suited und sitze am Button und nach einem seichten Raise von Koopeone sind glaube ich noch 3 Spieler inkl. meiner Person beteiligt. Der Flop bringt Q-J-10 und ich floppe die Straight. Koopman geht All-in. Call vor mir und Call auch von mir. Ich zeige meine Straight und Koppmann zeigt Q-J – Two Pair. Was der andere hatte weiß ich nicht mehr so genau. Auf jeden Fall sagt Koopmann dann sofort: Dann eben ein Full House und prompt kommt auf dem Turn noch ein J und ich bin Ratzifatzi vom Tisch. Hmmm.

Da das Finale erst gegen 22 Uhr starten soll spiele ich noch einen letzten Tisch den ich dann auch gewinne und hab die 4.000 Chips für das Finale sicher.

Souffleur

Inzwischen ist auch Klaus angekommen und sitzt am allerletzten Tisch. Klaus ist noch nicht qualifiziert und muß jetzt seine letzte Chance nutzen um noch im Finale dabei zu sein. Er ist im HeadsUp gegen einen mir unbekannten Spieler, zwecks Unterscheidung nenne ich ihn mal Mr. T Ich beobachte das Spielgeschehen und wundere mich das Mr. T sich die Hole Cards nicht auf dem Tisch anschaut, sondern die Karten immer in die Hand nimmt und mehr oder weniger halblinks neben sein Schulter hält. Eigentlich gilt ja die Regel Karten bleiben auf dem Tisch, aber zunächst wundere ich mich nicht, weil manche Spieler haben eben die Angewohnheit sich die Karten so anzuschauen. Ist ja auch nicht so dramatisch. Wir sind alle keine Profis. Das HeadsUp geht so vor sich hin – Vassily und ich schauen zu und quatschen über alles Mögliche. Immer wenn Mr. T an der Reihe ist seinen nächsten Move anzusagen hören wir aus der zweiten Reihe ganz leise Call, Raise, Fold etc. So eine Art Souffleur. Ich beobachte das noch zwei Runden und tatsächlich. Mr. T hält seine Karten hoch und sein Souffleur sagt ihm wie er spielen soll. Ich habe ein extremes Gerechtigkeitsempfinden und finde es unmöglich was da gerade passiert…. Ich ergreife das Wort und bitte MR. T und seinen Vorsager das zu unterlassen, ernte aber nur „Ey Digger, ist doch nix los hier“…. Die machen also immer weiter. Ich gehe zum Floorman schildere die Situation und nach ein paar Minuten kommt der Floorman und unterbindet jegliches weitere Vorsagen. In diesem Moment sitzt Mr. T im SB und füllt auf – Klaus geht Allin und Mr.T callt. Klaus dreht A-9 und Mr. T zeigt A-A – die wohl einzigen Karten die er ohne Vorsagen spielen konnte. Klaus ist extrem angepestet und beschwert sich beim Floorman . Nach einiger Diskussion bekommt Klaus eine Wildcard fürs Finale mit einem Shortstack von 1.000 Chips. Wie ich finde eine faire und gerechte Entscheidung.

FINALE!

Ca. 22:15 Uhr. Es geht los! 70 Finalteilnehmer wollen das Ticket nach Vegas. Blindlevel alle 15 Minuten. An meinem Tisch sind drei Spieler mit größeren Stacks, davon einer mit 5.000.

Ich starte gut durch und spiele die Blätter die ich spielen will aggressiv. Bin schnell auf 6.000. Unser Tisch soll erst als Vorletzter aufgelöst werden und Schmitty neben mir und ich entscheiden uns bis zum Ende nicht von diesem Tisch wegzubewegen.

In früher Phases des Turniers spiele ich eine interessante Hand. Ich sitze in EP und halte A-J suited. Blinds sind bei 50/100. Ich limpe in den Pot. In LP wird auf 400 geraist. Ich setze den Spieler auf AK und calle. Der Flop bringt nur niedrige Karten und ich spreche zuerst. Setze 175. Er callt. Turn wieder niedring. Ich setze 325 an. Er callt. River wieder niedrig und ich gehe sofort Allin. Der andere setzt mich auf ein kleines Paar und foldet seine Hand. Er zeigt sein A-K und ich zeige mein A-J. Er hätte den Pott gewonnen……. Gut für mich.

Es werde die ersten Leute umgesetzt. Zu uns an den Tisch kommt „Don Koopeone“ . Also jetzt noch mehr aufpassen. Er ist ein netter Kerl und man sich gut mit ihm unterhalten. Koopmann verliert zweimal einen großen Pott an Manni Lerner.

Koopmann glaubt einen Tell auf mich zu haben. Ich sei ein kleiner Schauspieler sagt er und in zwei Fällen wo ich wirklich große Pötte kassiere glaubt Koopmann ich würde Monsterhände halten. Tatsächlich hatte ich in beiden Fällen gar nichts getroffen und nur die Pötte durch Bluffs kassiert. Koopmann war in beiden Fällen nicht am Spiel beteiligt – ich hätte ihm gern auch ein paar Chips abgenommen……

Koopmann geht irgendwann Allin und verliert und ist ab sofort nicht mehr im Turnier.

Inzwischen habe ich etwa ca. 13.000 Chips und die Blindlevel sind bei 400/800. Dann passiert folgendes. Ich halte A-9 suited in MP und raise auf 3.000. Eigentlich will ich nur die Blinds klauen. Nach mir geht ein Spieler mit 9.075 Chips Allin. Jetzt muß ich lange überlegen und zähle meine Chips. Ich bin komplett konzentriert und sage kein Wort. Ich greife nach hinten zu meinen Zigaretten und will meine Gedanken mit etwas Nikotin beschleunigen. Während ich mich umdrehe um mich wieder meinen Chips zu widmen, dreht mein Gegenspieler seine Karten um. Ich sehe J-9. Eigentlich ist seine Hand jetzt tot, aber ich hab keine Lust auf Diskussionen mit seinem Fanclub und calle sofort ohne zu zögern. Mein A hält und ich gewinne den Pott. Ich sende zwei meiner Spione los um den Chipcount der anderen zu ermitteln und bekomme schnell die Nachricht: Du bist Chipleader!

„Chipsleader“ ;-)

Perfekt. Es sind noch etwa über 20 Leute im Turnier und ich werde nur noch Topblätter bis zum FT spielen. Ein Beispiel: Ich schmeisse Q-J UTG weg und höre wie hinter mir gesagt wird. Das kann er doch nicht machen – aber ganz ehrlich: Ich bin UTG, will kein Risiko eingehen. Noch 6 Leute hinter mir können Aktion am Tisch machen. Ich bin nicht bereit mit Q-J gegen ein Allin zu gehen. Nicht in dieser Phase des Turniers. (Auf dem Board werden übrigens noch zwei Qs gedreht und ich hätte den Pott gewonnen, aber ich würde diese Entscheidung in der Phase immer wieder so treffen)

Inzwischen kommen immer mehr Leute zu mir – geben mir Zuspruch und drücken mir die Daumen. Ich realisiere das alles mehr oder weniger nebenbei. Ich bin immer noch hochkonzentriert und will den Sieg nach Hause bringen. Ich bekomme alle paar Minuten die Meldung wer wie viele Chips hat. Ich höre das Bachmann noch im Rennen ist und 2ter in Sachen Chips ist, bereite mich also schon mal mental auf das Spiel am FT vor. Noch zwei Tische und 10 Spieler – der letzte Mann fällt und es bildet sich der Final Table.

Final Table

In der Pause vor dem FT kommen viele Leute zu mir und wünschen mir Glück, spenden Lob für das gute Spiel bislang und geben noch den einen oder anderen Ratschlag. Ich bin echt gerührt von soviel Zuspruch befinde mich aber noch in der vollen Konzentrationsphase. Ich komme mit 39.400 Chips an den FT.

Ich bekommen Platz 8 zugelost. Blinds sind bei 2000/4000. Ich bitte Fred darum die Musik auszuschalten. Es sind relativ viele Zuschauer anwesend. Nach Rücksprache mit den Spielern bittet Fred die Zuschauer einen Meter Platz zu den Spielern zu halten und ruhig zu sein. In diesem Moment ist es wirklich so still in der White House Lounge wie ich es noch nicht erlebt habe. Totale Ruhe. Schon fast unheimlich. Höchste Konzentration bei allen Spielern.

Ich weiß es nicht mehr so genau, aber in einem der ersten Spiele am FT bekommen ich A-Q suited in Kreuz und raise UTG auf 16.000. Mein Nebenmann überlegt eine Weile und geht Allin. Alle danach folden. Ich muß noch etwa 7.000 nachlegen und mein Nebenmann zeigt 8-8. Ich an seiner Stelle hätte zwar nicht gecallt, aber ich muß mich mit der Situation abfinden das ich jetzt gegen eine fertige Hand kämpfe. Weder Flop, Turn noch River bringen mir ein A oder Q und ich verliere in dieser Hand mehr als die Hälfte meiner Chips.


A-Q vs. 8-8

Ich halte mich zwar noch auf einem vernünftigem Level und es lichten sich die Plätze am FT. Als Vierter verlässt Alexander Bachmann den Tisch und da waren es nur noch drei. Holger, Jockey und ich, wobei ich der Shortstack bin. Wir tauschen ein paar mal die Blinds untereinander aus und dann mache ich einen großen Fehler. Die Blinds sind bei 6000/12000. Ich sitze im SB und habe insgesamt 25.000 Chips. Ich bekomme 10-4 offsuit. Holger geht raus und was mache ich? Ich folde. Das war wieder so ein Moment wo ich eine Sekunde nicht nachgedacht habe. In diesem Moment hätte ich den Rest meiner Chips reinpushen müssen – egal was ich auf der Hand halte. Jockey zeigt mir noch seine beiden Karten 8-6 und jetzt weiß ich das ich das Turnier definitiv nicht mehr gewinnen kann.


Holger am FT

So ist es dann auch – ich verlasse das Turnier als Dritter. Mache noch Shakehands mit den beiden anderen und verschwinde erstmal an die Bar. Weit weg vom FT. Ich bin raus. Hab verloren. Nix Vegas. Ich bin total enttäuscht und möchte am liebsten in diesem Moment ganz woanders sein. Einige der Zuschauer kommen zu mir – umarmen mich. Spenden mir Trost. Versuchen mich aufzubauen.

Poker ist grausam. Es zählt nur der Sieg. Alles andere ist Nebensache.

Der nächste Morgen war eigentlich viel Schlimmer, weil erst da wurde mir eigentlich so richtig klar wie nah ich dran war an dem Main Event der WSOP teilzunehmen.

An dieser Stelle auch ein Trost an Holger der im HeadsUp gegen Jockey verloren hat. Holger – Dir muß es ja eigentlich noch schlimmer gehen als mir – Du warst noch einen Schritt näher dran als ich. Kopf hoch – Unsere Zeit kommt noch.


Glückwunsch an Jockey der mit seinem starken Spiel und mutigen Entscheidungen das Turnier gewonnen hat.

Bedanken möchte ich mich bei allen die mir bis zum Ende die Daumen gedrückt haben und mich unterstützt haben. Ich bekomme noch eine Gänsehaut, wenn ich an den Applaus und an den Zuspruch denke. Euch allen vielen Dank.

Hier noch der Bericht bei Pokerroom

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