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Neuer TV Spot von großem Pokeranbieter

Oktober 25, 2007 · Kommentar schreiben

Einer der weltweit größten Pokeranbieter an in den letzten beiden Tagen im Studio Hamburg drei neue TV Spots für den deutschen Markt produziert.

Die neue Kampagne wird angeblich eine großangelegte Mainstreamkampagne die ab Mitte November auf den großen Reichweitensendern laufen wird.

Interessant ist dabei, dass ein sehr prominenter Sportler (nicht Poker!) als Testimonial eingesetzt wird. Neben dem Prominenten wurden für diese drei Spots auch Amateurspieler aus Hamburg rekrutiert. U.a. haben Serkan A., Cima und Markus ihr Schauspieltalent unter Beweis stellen können. Dirk B. wurde für den Dreh als Spielberater engagiert.

Finde ich gut, dass eben Spieler aus dem echten Leben und nicht nur die Pokerprominenz für die Kampagne ausgewählt wurden! Bin gespannt wie der Spot wird.

Leider war es mir nicht möglich live und vor Ort ein paar Bilder zu schiessen.

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Technische Probleme

Oktober 15, 2007 · Kommentar schreiben

Ich hab keine Ahnung warum, aber in den letzten 3 Wochen war meine Seite irgendwie nicht mehr erreichbar. Keine Ahnung warum. Hab nichts an den Einstellungen geändert – auf einmal war sie weg. Jetzt endlich kam ein Freund vorbei, der nur mal kurz einen Knopf gedrückt hat und schon lief alles wieder. Wunder der Technik.

Auf jeden Fall hatte ich mich in den letzten Wochen mehr oder weniger aus dem Live-Pokern zurückgezogen, weil ich es nach Vegas wirklich schwer finde mich für Sachpreisturniere zu begeistern. Lediglich Online-Poker stand noch ab und an auf der Tagesordnung. Dazu werde ich aber nochmal separat berichten….

Wenn man mal ein paar Wochen nicht mehr pokertechnisch unterwegs war, stellt man schnell fest das in HH allerhand Neues passiert ist. Viele neue Veranstalter, neue Turnierserien, etc. Da ich mir selbst gern mal einen Überblick über alles verschaffen möchte, werde ich in Kürze mal den großen Hamburger Pokertest durchführen. Dabei werde ich innerhalb der nächsten acht Wochen bei jedem Veranstalter vorbeischauen und alles mal genau unter die Lupe nehmen. Genaue Bewertungskriterien werde ich vorher nochmal veröffentlichen. Es geht mir aber vom Grundsatz darum mal zu sehen wo man wirklich am besten Spielen kann. Anhand einer Checkliste werde ich dann zu jedem Veranstalter einen kurzen Bericht posten und am Ende des Jahres meinen Favoriten veröffentlichen.

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Berechnet bluffen

Juli 17, 2007 · Kommentar schreiben

Hier ein ganz interessanter Artikel über Pokerbots und die World Series of Poker Robots (WSOPR)

Berechnet Bluffen, Artikel aus ZEIT online vom 14.07.07

Viel Spaß beim Lesen

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Back again

Juli 6, 2007 · 2 Kommentare

Eine spektakuläre Woche in Las Vegas liegt hinter uns. Leider war die Zeit dort so kostbar, dass ich keine Zeit hatte den Blog zu aktualisieren.

Ich werde das jetzt sukzessive nachholen und bis nächsten Mittwoch sollte eigentlich alles auf dem aktuellen Stand sein.

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Hello world!

Juni 16, 2007 · 1 Kommentar

Welcome to WordPress.com. This is your first post. Edit or delete it and start blogging!

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Tagesfinale Pfingstmontag

Mai 29, 2007 · 2 Kommentare

Nach dem überwundenen Shock des Superduperfinales soll es eben das Tagesfinale am Pfingstmontag sein welches mich nach Vegas katapultiert.

Genaue Startzeiten für das Tagesfinale gibt es nicht, weil man nie genau weiß wann der letzte Qualitisch zu ende geht. Ich erscheine so gegen 20:30 im Cafe Seeterrassen und halte Smalltalk mit diversen anderen Spielern. In diesem Zusammenhang frage ich mich immer wieder ob Pokerspieler eigentlich immer nur über bereits gespielte Blätter reden können… Eine typische Unterhaltung sieht ungefähr so aus:

Ich: Und? Schon qualifiziert für heute Abend?
Er: Nee, einmal dritter und einmal zweiter geworden.

Für mich reicht diese Information dann eigentlich, aber idR geht es dann noch weiter. Und zwar so:

Er: Ich sitze UTG und halte A-K und raise um 200 – alle gehen raus. Nur der eine da….Ich weiß nicht wie der heißt, spielt aber auch immer hier, der reraist das mit K-Q. Ich reraise Allin und der Typ der callt das schon wieder und trifft dann auf dem River seine Scheißdame. So ein Mist. Immer dieser River. Ich hab den ganzen Tag schon so ein Pech und der hat immer so ein Glück.

Ich: mmm. (und bin mit mehr Informationen versorgt die ich eigentlich brauche denn ich hab schon genug damit zu tun mir meine eigenen Blätter zu merken)

Ich will also gerade gehen, da fällt ihm eine noch viel spannendere Geschichte von dem Finale vor 3 Wochen ein.

Er: …. Genau wie neulich im Finale. Da bin ich Chipleader und krieg die Airlines auf die Hand. 3 Leute gehen Allin. Ich calle natürlich und so ein Typ mit ner Mütze – kennst Du bestimmt auch vom sehen – der macht dann mit 10-J suited auf dem River seinen Flush voll. Also ich hab aber auch immer ein Pech. Aber muß ich doch callen, oder? Hättest Du doch auch gemacht, oder? Der hat aber auch immer ein Glück.

Jetzt hab ich einfach zu viel Input und habe bestimmt ab dem Satz „Genau wie neulich…“ nicht mehr zugehört.

Ich habe auch schon mit Assen verloren und ich bin auch schon mal gegen jemanden der auf dem River sich sonst was zusammengebastelt hat rausgeflogen. Genau wie ich gegen manch einen Allin Gambler diverse Male verloren habe. Ja, das kann alles passieren beim Poker und mich interessieren auch die Geschichten aller Leute. Aber erzählt mir doch lieber von solchen Händen:

Das sind Hände die in Erinnerung bleiben.

Aber zurück zum Turnier. Mein Kumpel Klaus hat sich auch qualifiziert und wir versuchen nicht gleich zu Beginn des Turniers am gleichen Tisch zu landen. Das Glück meint es gut und wir haben getrennte Tische. Ich sitze an Tisch L, Platz 7.
Insgesamt 49 Finalisten, davon 13 mit einem größeren Stack. Beginn des Turniers ca. 22:05.

Mit mir am Tisch sind noch folgende: Jürgen „Gentleman“ Sharp, All-Inselmann, Vassily, Bassier und noch zwei mir unbekannte Spieler. Dealer ist Claudia.

Ein ausgesprochen lustiger Tisch mit viel Gelächter und-dummes-Zeug-reden. Gefällt mir sehr gut. Nachdem ich das Ipod-Experiment vom Superduperfinale für gescheitert erkläre spiele ich also wieder ohne alles. Kein Cardguard, keine Sonnenbrille, kein Glücksbringer und kein Ipod.

Zu den Akteuren:

Jürgen „Gentleman“ Sharp – sitzt genau neben mir. Ein Spieler der sehr häufig alles auf eine Karte setzt. Sein Chipstack ist demnach auch sehr schwankend. Gewinnt viel, verliert aber auch schnell wieder alles. Er ist ein kleiner Schauspieler. Gerade wenn man neben ihm sitzt ist das von großem Vorteil. (Er floppt ein Set – und er murmelt gerade so laut das ich es hören kann – ohhhh. So ein Scheissflop) – dann heisst es Obacht und nach einem Testbet und einem Checkraise von ihm brav eine gute Hand folden. Er raist auch gern unfertige Flushes obwohl das eigentlich keinen Sinn macht. Er ist ein sehr netter Kerl und es macht Spaß mit ihm am Tisch dummes Zeug zu reden.

Vassily – ist ein jung dynamischer Typ – etwa Ende 20. Ich kenne Vassily von Pokerroom und aus dem Fishhooks. Ich mag Vassily. Er hat eine etwas aufgedrehte Art. Spielt unberechenbar an den Qualitischen aber im Finale eher tighter. Mit ihm kann man auch immer viel Unsinn sabbeln und Späßchen machen.

Bassier – ja zu Bassier kann ich relativ wenig sagen. Nach meiner Erfahrung von heute morgen aus dem Superduperfinale entscheide ich, dass ich Bassier überhaupt nicht lesen kann. Er ist ein ruhigerer Typ, schon etwas älter und wie gesagt für mich nicht durchschaubar. Ich entscheide nach Möglichkeitt nicht gegen Bassier zu spielen.

Zu Inselmann braucht man ja nichts mehr zu sagen. Nach seinen Auftritten bei der HH-Meisterschaft und in Schenefeld und eigentlich überall wo Inselmann auftaucht hat er sich bereits einen Namen gemacht und ist bereits fast so bekannt wie Eddy-the-Eagle.

Die beiden anderen kenne ich wie gesagt nicht. Um sie für mich zuzuordnen gebe ich ihnen Namen. Hulk und Dr. No.

Nach etwas Spielerei verlässt Dr. No links neben mir um 22:11 mit A-2 gegen A-Q von Bassier oder Hulk den Tisch. Der nächste der gehen muß ist Inselmann (ca. 22:35). Inselmann setzt an, kassiert einen raise und es sind drei Leute am Spiel beteiligt. Inselmann callt den raise und der Flop zeigt uns allen 10 – 7 – 5. Nachdem alle gecheckt haben und der Turn nichts entscheidendes bringt geht Inselmann („Ich glaube nicht das ihr getroffen habt)“mit dem Rest seiner Chips Allin. Er bekommt einen Call, ich glaube von Bassier, und Inselmann zeigt seine beiden Dreien auf der Hand. Bassier zeigt zwei Damen und Inselmann muß gehen.

Zwischenzeitlich spielen Vassily und ich noch eine ganz interessante Hand. Vassily in LP raist auf 400 (Blinds 50/100). Ich in MP und bin der einzige der ihn callt. Ich halte (K-J off). Der Flop zeigt A-Q-10 und ich floppe die Straight. Ich gehe nach dem Flop sofort Allin und Vassily callt sofort ohne zu zögern. Ich zeige meinen König/Jungen und Vassily wird schon etwas schlecht. Er hat mit A-Q zwei Paare und muß nun gegen meine Strasse kämpfen. Nun ja, der Turn bringt einen Jungen und der River einen König und wir müssen uns den Topf teilen.

Ich habe zu diesem Zeitpunkt etwa 4.000 Chips. Average liegt bei etwa 4.200. Unser Tisch wird aufgelöst und ich werde kurzzeitig umgesetzt. Bin nicht so lange Gast an dem Tisch kann aber etwa 2.500 gutmachen und werde erneut umgesetzt.

Es sind jetzt etwa noch 20 Leute im Turnier. Ich sitzt direkt neben Schmiddel um es werden Erinnerungen an das Ranglistenturnier wach. Die Leute fallen wie die Fliegen und es geht jetzt alles relativ schnell. Die Blinds sind bei 1.000/2.000. Ich sitze in LP und bekomme Q-9 suited und calle die 2.000. SB füllt auf und der BB checkt. Marco Fricke sitzt im BB. Der Flop bringt 9-7-2. Ich habe Toppair und guten Kicker. Kein Preflop-Raise von den anderen, also gehe ich All-in. Der SB folded und Marco (der zu diesem Zeitpunkt deutlich mehr Chips hatte als ich) callt mein All-in und zeigt J-J. So ein Mist denke ich. Jetzt bin ich raus aus dem Turnier, aber Fortuna meinte es gut mit mir und der River bringt mir eine weitere Dame, so dass ich schön aufgedoppelt jetzt dem weiteren Turnier entgegensehe. Mir war es fast etwas peinlich, dass ich mit der Hand gegen Marcos Hand gewonnen habe, weil er die deutlich bessere Starthand hielt. Aber so ist es halt und ich sage zu mir selbst: ab sofort keinerlei Risiken mehr.

Drei oder Vier Hände später bekomme ich in MP K-K auf die Hand und gehe sofort All-in. Ich wünsche mir eigentlich keinen Caller – mir reichen die Blinds schon. Doch erneut trete ich gegen Marco Fricke an der jetzt wohl Rache für mein Q-9 gegen seine J-J nehmen will. Er callt also und zeigt A-9 suited. Ich stehe sonst eigentlich nie vom Tisch auf, wenn ich All-In bin aber diesmal hielt es mich nicht mehr auf dem Stuhl. Ich drehe mich weg, weil ich den Flop gar nicht sehen will. Ich bete zum Pokergott er möge bitte kein Ass umdrehen. Flop überstanden. Kein Ass zu sehen. Aber der Turn zerstört meinen Traum von Vegas. Marco hat seine Revanche bekommen und genutzt. Es gibt also Gerechtigkeit im Pokerhimmel, was nicht wirklich ein Trost für mich war und Marco sicher gefreut hat ;-)

Final Table mit 4.000

Mir verbleiben jetzt noch genau 4.000 Chips. Unser Tisch wird aufgelöst und wir werden an den Final Table gesetzt. Buttonverlosung bringt mir auch kein Glück. Ich sitze vom Start weg UTG +1. Keine Spielbaren Blätter in den nächsten beiden Händen. Jetzt sitze ich im BB. A-4 off ist meine Hand mit der ich jetzt klarkommen muß. Innerlich hoffe ich auf einen Walk, aber Position 4 geht Allin mit ca. 11.000 Chips. Alle anderen folden und jetzt ist die Entscheidung bei mir. Soll ich mit A-4 callen? Ich glaube er sitzt auf einem Paärchen. Ich habe immerhin ein Ass. Wenn ich jetzt folde und den SB bezahle verbleiben mir noch genau 1.000 an Chips. Nicht wirklich viel um signifikant nach vorne zu kommen. Also calle ich. Position 4 zeigt 10-10 und ich bete erneut an den Pokergott – er möge doch auch für mich ein A umdrehen. Aber heute soll es nicht so sein und seine 10nen halten bis zum River und ich bin raus. Platz 9. Freikarte fürs nächste Turnier. Super.

Meine letzte Hand des Turniers

Entscheidend in diesem Turnier war das K-K Spiel gegen Marco.

Gewonnen hat ein mir unbekannter, der eigentlich gar keine Lust auf Vegas hat. Trotzdem Glückwunsch an den unbekannten Gewinner.

Ich schliesse diesen Sonntag mit einem langen Spaziergang mit Emil an der Alster und versuche die Eindrücke des Tages zu verarbeiten.

Last Chance: WSOP Sattellite

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Superduperfinale

Mai 29, 2007 · 5 Kommentare

Pfingstmontag. Heute steht das Superfinale von Pokerroom an. Alle Spieler die Platz 1 – 3 bei einem Nordic/Vegas Grand Prix belegt haben sind für dieses Turnier qualifiziert. Ausgetragen wird das Finale im Cafe Seeterrassen. Es werden 45 Spieler sein. Ich gehöre eigentlich nicht in diesen Kreis dieser erlauchten Spieler (siehe auch Tagesfinalseuche) Dirk B. hat mir seinen Startplatz übertragen und wir haben einen Deal ausgehandelt falls ich in ITM komme. Die Preise sind mE sehr genial. Jeder bis Platz 7 erhält eine 7-tägige Reise nach Las Vegas inkl. Flug und Hotel. Zusätzlich bekommt der erstplatzierte ein WSOP buy in iHv 2.000 US$. Platz 2 noch für 1.500 US$. Also richtig knackige Preise.

Als Vorbereitung bin ich am Sonntag Abend relativ früh schlafen gegangen und Montag früh bereits um 6 Uhr in der Morgendämmerung mit Emil zwei Stunden spazieren gegangen. Ich wollte meinen Kopf komplett frei haben und mich ausschließlich auf mein Spiel konzentrieren. Um 11 Uhr soll es starten. Ich erscheine bereits um 10.30 weil ich immer gern etwas früher da bin um nicht hektisch auf die letzte Minute zu erscheinen und dann abgehetzt ins Turnier zu starten.

Da ich mich gut kenne und weiß das ich ab und an am Pokertisch gern quatsche und meine Konzentration flöten geht, nehme ich mir vor mit Ipod zu spielen um mich wirklich nur auf das Spiel zu konzentrieren.

Es sind insgesamt 38 Spieler. Zwei sind nicht erschienen (verschlafen) und die anderen sind mehrmals auf die Plätze 1-3 gekommen. Diese starten mit einem höheren Stack.

Mit leichter Verspätung startet das Turnier. Ich sitze auf Platz 1, meinem Lieblingsplatz und tauche in meine eigene Welt ab – höre Billy Joel zu beobachte das Spielgeschehen. Bekomme bescheidene Karten und warte. Im zweiten Bildlevel (50/100) – ich sitze im BB bekomme ich 8-8 auf die Hand. Vier oder Fünf Spieler limpen in den Pot. So denke ich, jetzt Attacke. Also Raise auf 400. Bassier callt mich, sein Nebenmann ebenfalls. Alle anderen gehen raus. Mit zwei Callern hätte ich nicht gerechnet und muß mich nun aber schnell mit der neuen Situation anfreunden. Ich setze Bassier auf A-Q oder K-Q. Der Flop bringt J-4-J. Jetzt gehen mir ungefähr eine Million Gedanken in bruchteilen von Sekunden durch den Kopf. Wenn ich jetzt checke, dann zeige ich Schwäche und verliere den Pott. Wenn ich jetzt All-in gehe und irgendeiner der beiden hat einen Jungen dann bin ich aus dem Turnier. Ich entscheide mich für einen Bet von 300. So denke ich, wenn die Herren nichts getroffen haben dann gehen die jetzt raus. Fehlanzeige. Bassier callt und sein Nebenmann foldet. Also nur noch zu zweit. Turn bringt irgendetwas unwichtiges und ich stehe schon wieder vor der Entscheidung was jetzt zu tun ist und mir scheint das Logische einen continuation Bet von 300 anzusetzen. Bassier callt mich wieder. Ach Schreck. Schon wieder gecallt. River bringt wieder etwas unwichtiges und ich gehe mit meinem Rest All-in. Bassier callt und dreht seine beiden 10nen um. Pocket 10nen hatte er. Darauf hatte ich ihn ja nun gar nicht eingeschätzt.. So ein Mist. Ich bin erledigt. Raus aus dem Turnier. Nicht in Vegas. Eigentlich bin ich nirgendwo. Ich bin sehr enttäuscht von meiner Spielweise und ärgere mich so sehr über mich selbst das ich erstmal eine Runde um den Block gehen muß bevor ich wieder unter Menschen gehen kann. Scheiss Ipod. Alles Scheisse. David, sonst machst Du nicht so einen Mist – Warum ausgerechnet bei einem so wichtigen Finale? Dann kommen auch noch die ganzen Leute und es kommen die Fragen. „Wie David – schon raus? – nein ich laufe immer bei Turnieren zwischenzeitlich einmal um den Block um mich zu entspannen.

Dann gibt es noch eine andere Variante die mir sagen will Du hast scheisse gespielt: „Hmm, David…. da lagen ja einige Overcards“ . Ja, vielen Dank. Ich habe die Karten auch gesehen. Ich saß sogar direkt davor.

Das Schlimme ist nur, dass ich ja weiß das ich die Karten falsch gespielt habe und alle Leute mit Ihren Kommentaren ja recht haben und ich jetzt erstmal in die Pokerschule von Germanbulldog muß ;-)

Also, wieder nix mit Vegas :-(

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Pokerpause….. nein das geht nicht

Mai 21, 2007 · 1 Kommentar

Ich weiß nicht ob ihr das kennt: Nach den Sonntagen die man in der Regel ja bei Pokerroom verbringt kommt man am späten Sonntag nach Hause und man ist noch total aufgekratzt. 1 Mio Gedanken gehen einem durch den Kopf: Warum hast Du das gecallt? Da hättest Du raisen müssen! Den Raise hätte der nie callen dürfen. Mann war das ein guter laydown. Inselmann hat wieder wie ein Wilder gespielt etc. etc.
Ergo: an Schlaf ist erstmal nicht zu denken.Ich habe mir angewöhnt dann mit meinem Hund Emil (schwarzer Labrador)

„Emil“

eine halbe Alsterrunde zu laufen um langsam wieder runterzukommen und wieder auf andere Gedanken zu kommen. So auch diesen Sonntag – diesmal war auch noch Klaus mit und wir spazierten bei spanischem Wetter nach Mitternacht um die Alster und statt runterzukühlen und über andere Sachen zu sprechen diskutierten wir natürlich die ganze Zeit über Poker. Als wir dann endlich fertig waren verabschiedete ich mich mit den Worten. So, jetzt ertsmal eine Woche Pokerpause.
Montag Abend gegen 18.40 – ich sitze noch im Büro – ruft Dirk B. an und erzählt mir von einem FunTurnier in Wandsbek. Zu gewinnen gäbe es das BuyIn für ein 300 EUR-Turnier in einem neuen Riesen-Mega-Casino in Tschechien gesponsort von 888.com inkl. Anreise, Flug und Hotel für drei Tage im September. Ausgespielt würde das ganze unter max. 9 Leuten. Hört sich ja ganz spannend an aber ich wollte heute eigentlich erstmal in Ruhe mit Emil in den Park fahren und anschl. irgendwie faul auf dem Sofa oder Balkon abchillen. Ich sage Dirk, dass ich ihn anrufen würde wenn ich kommen würde.

Um 18.42 mache ich dann Feierabend und eigentlich weiß ich genau das ich spätestens um 20.15 in Wandsbek auf der Matte stehen würde. Soviel zu Pokerpause. Ich fahre also ins Amtrak. Auf dem Weg rufe ich Dirk an und bestelle schon mal eine Platzkarte bei ihm. 20.11 bin ich dann da. Dirk und ich quatschen erstmal dummes Zeug und warten auf unseren Tisch (nur 3 Tische aufgebaut). König und Manni Lerner sind auch vor Ort. Es dauert lange bis wir spielen können. Gefühlt eine Stunde, war aber bestimmt weniger.

9er Tische China-Import würde ich sagen. So mit Holzablage und Getränkehalter. Fühle mich aber nicht ganz wohl weil die Jetons auf dieser komischen Holzablage liegen müssen(!) und ich nicht die ganze Zeit mit den Chips shuffeln kann. Ich bin auf Platz 2, neben mir Dirk, daneben ein netter Kerl, auf 4 ein Mädel (die hat die ganze Zeit leise vor sich hingesungen), Mr. Unauffällig auf Platz 5, Platz 6-9 eigentlich egal. Dealer ist ein blondes Mädel. Dealte zum ersten mal und alle waren sehr verständnisvoll. Erste Frage von ihr: wo sind denn die kleinen Buttons für Small und Bigblind. Ich weiß im ersten Moment gar nicht wovon sie redet und zeige ihr den Dealerbutton. Sie sagt aber es gäbe noch kleinere Buttons für SB und BB. Dirk erklärt mir das es wohl auch Buttons für S und BB geben würde und ich gebe erstmal Ruhe. Innerlich habe ich dann aber immer weiter darüber nachgedacht und ich verstehe das bis jetzt immer noch nicht. Man hat doch den Dealerbutton – dann weiß man doch wer in den Blinds sitzt. Wozu bräuchte man denn dafür noch zwei weitere Buttons????? Ich sehe innerlich vor mir wie wir alle Buttons immer hinundherschieben und totales Chaos ausbricht weil keiner mehr weiß wer denn nun welchen Button hat und ähnlich wie beim Airhockey drei Pucks über den Filz gleiten lassen. Dann sehe ich Ferry vor mir wie er mit strenger Mine sagt: Ihr seid Spieler – ich bin Dealer – nur ich schiebe die Pucks, äh Buttons hinundher. Egal: Wenn jemand eine gute Erklärung dafür hat dann bin ich für einen Kommentar sehr dankbar.
Bis zum Level 75/150 spiele ich erstmal gar nichts. Dann raise ich mit K-Q suited in EP auf 450. Dirk neben mir callt-alle anderen folden. Ich weise Dirk nochmal darauf hin das dies mein erstes Spiel sei und ich eine starke Hand hätte. Flop bringt 3-6-8. Ich setze 400 an – Dirk bleibt dabei und callt. Ich Frage mich die ganze Zeit warum der drin bleibt. Er hat doch sicher nichts getroffen, oder? Hat er vielleicht ein – durch meinen Raise getarntes – Low-Pair auf der Hand und sei Set komplettiert und lässt mich das Ansetzen für ihn übernehmen? Hmm. Auf dem Turn kommt die 4. Ich setze 200 an. Dirk callt. Keinen Treffer für mich auf dem River und dann mache ich den entscheidenen Fehler: Ich checke. Wie doof muß man sein mit nix getroffen jetzt zu checken? Ich bin enttarnt. Dirk weiß genau das ich nichts habe und nutzt es auch gleich aus: Bet 575 (ja, so kennen wir den Dirk. Immer schön krumme Bets machen). So nun stehe ich da und muß entscheiden. Hat er sein Set? Ich meine er braucht ja noch nicht mal ein Set. Im Grunde muß er ja nur ein A halten oder die blöde 3 getroffen haben. Einziger Ausweg ist ein Reraise All-In. Wenn er auch nix hat geht er raus, ansonsten bin ich vom Tisch. Ich denke nach und mucke meine Karten. Dirk dreht um und zeigt J-10. Schöner Bluff Dirk. Respekt. Gut gespielt.
Ich gehe dann irgendwann unspektakulär vom Tisch den Dirk dann noch gewinnen sollte (sauber Dirk) und spiele noch einen weiteren bis zum Heads Up. Klaus war zwischenzeitlich auch noch erschienen (ich habe ihn am zweiten Tisch eliminiert) und wir speisten gemeinsam noch einen Cheeseburger quatschten noch mit einem Journalisten und machten uns Richtung Heimat auf um was zu tun? Natürlich um mit Emil noch eine Alster-Gassi-und-wir-quatschen-die-ganze-Zeit-über-Poker-Runde zu machen.
Jetzt ist aber wirklich erstmal Pokerpause bis zum Wochenende.

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Vatertagspokern

Mai 18, 2007 · Kommentar schreiben

Seit Anfang des Jahres spiele ich regelmäßig bei Pokerroom Hamburg (www.pokerroom-hamburg.de). Pokerroom HH veranstaltet wöchtenlich Funturniere in wechselnden Locations und spielen immer interessante Preise aus (Vegasreisen, Nordic Open, Sachpreise). Die Turniere sind immer gut besucht und es herrscht stets eine ausgelassene fast familiäre Stimmung. (Wer noch nicht da war sollte unbedingt mal vorbeischauen – mE die beste Fun-Turnierserie in Hamburg und echt supernette Veranstalter)

Am Vatertag wurde in der White House Lounge gespielt. Weil Feiertag wurde mit den Qualitischen bereits um 11 uhr gestartet. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen Punkt 11 Uhr auf der Mattes zu stehen und ganz entspannt meinen ersten Tisch zu gewinnen um den Rest des Tages ganz beruhigt weitere Ranglistenpunkte zu ergattern und mit befreundeten Zockern dummes Zeug zu quatschen.

Leider habe ich die Rechnung ohne Lotto King Karl gemacht. Am Vorabend zum Vatertag gabs das traditionelle erste OpenAir Konzert von Lotto im Stadtpark. Leider war es ein sehr feuchtfröhlicher Abend der durchaus länger als geplant wurde inkl. Karaokeauftritt in der Thai Oase – kurzbesuch im Thomas Read – Abstecher ins Albers Eck – letzte Drinks im LaPaloma und final noch eine Pizza im Bella Italia to go (die ich mir dann letztendlich mit meinem Hund geteilt habe) . Es war also irgendwie 4 oder 5 Uhr und ich erwachte gegen 11 Uhr mit sehr starken Kopfschmerzen.

Mit leichten Anlaufschwierigkeiten war ich dann gegen 14 Uhr in der White House Lounge und konnte auch gleich meinen ersten Tisch spielen. Dealer Patrick, 2 Leute die ich schon öfter bei Pokerroom gesehen habe und sonst nur neue Gesichter. Schön dachte ich: muß ich wenigstens nicht quatschen (hätte ich glaube ich eh nicht gekonnt). Also beruhigt zurücklehnen, Cola Light schlürfen und tight-agressive spielen. Aber nach 7 Blättern in Folge die ich brav gefoldet habe wurde mir schon etwas langweilig (nicht quatschen und dummes Zeug sabbeln und nicht spielen ist irgendwie doof) also entschied ich mich 10-7 suited aus dem BB inkl. vorherigem Raise auf 300 zu spielen. Also insgesamt zwei Spieler. Flop bringt K-10-3 rainbow. Ich spiele 200 an – raise auf 500 ich calle weil ich ihm den K nicht abnehme. Turn bringt 8. Ich wieder 200 – er raise auf 1000. Ich calle. River bringt 6. Ich wieder 200. Er callt und zeigt A-6. Da war ich dann erstmal zufrieden das ich ihn richtig gelesen habe und hatte meinen Startstack von 2000 fast verdoppelt. Da ich wirklich nicht besonders Fit war habe ich dann viel zu viele Blätter (schlecht) gespielt und war wieder runter auf 800, so dass es kurzzeitig so aussah als würde ich meine Serie von 4 Mal Tischgewinn beim ersten Spiel des Tages nicht fortsetzen können. Aber schließlich landete ich mit ca. 4000 ggü. 14.000 im Heads up und konnte den Tisch dann doch noch gewinnen. Also Serie mit 5 mal in Folge ersten Tisch gewonnen verteidigt und ausgebaut, 3 Ranglistenpunkte gemacht und qualifiziert für das Tagesfinale, dass lt. Fred erst spät starten würde. Also ab nach Hause und entspannen.

Abends bin ich gegen 21 Uhr wieder in den Bunker gefahren und hab vor Beginn des Tagesfinales noch einen der letzten Tische ergattert und wollte eigentlich ganz gemütlich noch einen Tisch vor dem Finale spielen. Falsch gedacht, denn ich saß direkt vor Inselmann…. Inselmann ist ebenfalls ein regelmäßiger Teilnehmer bei Pokerroom und ein super netter Kerl. Allerdings ist seine Spielweise eher als loose-aggressive-crazy-ich raise mit 3-4 offsuit gern all-in und treffe dann ein full house-oder floppe die Straight Typ. War also nix mit gemütlich. Bin gegen Inselmann dann auch recht schnell rausgeflogen und hab mir dann noch bei einem HeadsUp zwischen Anja und Sandra die Zeit bis zum Finale vertrieben.

Irgendwie habe ich die Tagesfinalseuche an den Hacken. Ich qualifiziere mich fast immer und Abends im Finale reisse ich wirklich nichts. Meine besten Platzierungen waren bislang: Platz 5, 7,8,9 und 10. Also nix dolles. Das sollte sich am Vatertag ändern. Ich hatte schon den ganzen Tag dieses Gewinnergefühl. Vorgenommen hatte ich mir nur Topblätter sehr aggressiv zu spielen.

67 Teilnehmer im Tagesfinale. Der absolute Rekord. Bislang war das größte Tagesfinale mit 55 Leuten ausgespielt worden. Egal habe ich am Ende eben mehr 5.000 er Chips als sonst und es dauert halt etwas länger bis zum Sieg dachte ich mir.

Falsch gedacht. Nach 15 Händen bekomme ich am Button A-K off raise auf 400 bekomme einen Mitspieler. Flop bringt Q-8-7 und Mitspieler legt mir einen Bet von 1.000 vor die Nase. Ich folde und habe nur noch ca. 1.500 Chips und ärgere mich mal wieder über Anna Kournikova. Dann komme ich mit einer zusammengebastelten Strasse noch mal auf 2.850 hoch aber ab dann gehts nur noch abwärts. Bekomme keine Karten auf die Hand – wenn ich im BB bin bekomme ich grundsätzlich bescheidende Karten und einen dicken Raise vor die Nase gesetzt und blinde mich so langsam runter. Ein All-in von mir mit 9-9 verliere ich gegen A-J gegen einen Shortstack und bin dann bei Blinds 400/800 mit 550 und K-5 off zwangsallin und verlasse das Turnier gegen einen gefloppten Flush auf Platz 25 oder 26. War wohl nichts mit Gewinnergefühl.

Aber es war wie immer spannend und hat viel Spaß gemacht.

Heute (18.05.) gastiert PR im UCI Kino, Friedrich Ebert Damm. Dort werde ich nicht spielen, weil ich mich irgendwie immernoch nicht Fit fühle und ich die Atmosphäre im UCI nicht so schön finde. Am Sonntag (20.05.) wird unter den 18 bestplatzierten ein Sonderturnier veranstaltet. Der Sieger (also ich ;-) erhält eine Reise nach Las Vegas.

Aktuelle EventRangliste:

Aktuelle JahreRangliste:


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So bin ich zum pokern gekommen

Mai 14, 2007 · Kommentar schreiben

Mit Pokern bin ich eigentlich nie so richtig in Berührung gekommen, ausser das mein Vater früher jeden Donnerstag zu seinen Jungs gefahren ist um zu pokern. Alle 6 Wochen fand das ganze dann auch in unserem Haus statt und ich als kleiner Steppke fands irgendwie ganz spannend was die Erwachsenen da mit den Jetons und den Karten so angefangen haben. Insbesondere wenn mein Dad gewonnen hat gabs irgendwie immer extra Taschengeld für mich. Das ist mehr als 20 Jahre her und war mein erster Kontakt mit Poker.

Mit Anfang 20 hab ich dann ab und an mit Klassenkameraden um Zigaretten gepokert aber das war es dann auch schon.

In 2006 kam das ganze dann irgendwie wieder in Erinnerung als auf DSF und Eurosport immer wieder Übertragungen von Pokerpartien gezeigt wurden. Ich blieb immer mal wieder hängen und hab den meist männlichen Spielern beim spielen zugeschaut. Aber selbst zu spielen kam mir irgendwie nicht in den Sinn. Ich fands schon einfach spannend zuzuschauen.

Ende Dezember 2006 ging ich mit einem guten Freund dann ins Casino Esplanade in Hamburg um nach den Feiertagen mal entspannt etwas Blackjack und Roulette zu spielen. Es hatten am 2 ten Weihnachtstag ungefähr 1.000 andere Menschen die gleiche Idee und es war eine riesige Warteschlange vor dem Casino. Während wir also brav in der Schlange warteten fragte uns ein netter Herr mit leicht russischem Akzent was wir denn im Casino spielen würden. Roulette und BJ war unsere Antwort und Alexander (so hieß der Herr) fing an von Pokern zu erzählen und wir hörten ihm etwa 25 Minuten sehr gespannt zu. Es war sehr interessant und klang alles sehr spannend aber zunächst gingen wir unserer Dinge nach und hatten einen vergnüglichen Abend im Casino (ohne Poker).

Aber in mir hatten die Pokergeschichten von Alexander irgend etwas entfacht und noch in der selben Nacht hab ich mir meine erste Pokersoftware (Europoker) aus dem Netz auf meinen Rechner geladen und bis in die frühen Morgenstunden um Playmoney gespielt.

Seither hat mich Poker nicht mehr losgelassen

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